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Ambulante Pflege nach dem elften Sozialgesetzbuch (SGB XI)

 

Sozialgesetz XIWir sind mit unseren Filialen bei Ihnen vor Ort, beraten Sie ausführlich und sprechen mit Ihnen notwendige Leistungen ab, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Egal ob es um eine vorübergehende Pflegesituation oder die Pflege im Alter geht, wir finden gemeinsam mit Ihnen und ihren Bezugspersonen eine Lösung für Ihre Lebenssituation!




 

Pflegeversicherung

Jeder ist automatisch dort pflegeversichert, wo der Krankenversicherungsschutz besteht. Wer privat krankenversichert ist, muss eine private „Pflege-Pflichtversicherung" abschließen. Die Pflegeversicherung ist keine Vollversorgung- man spricht eher von einer "Teil-Kasko- Versicherung".

 

Pflegebedürftigkeit
Maßgeblich für das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit sind Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder Fähigkeitsstörungen.
Bei der Bestimmung der Pflegebedürftigkeit geht es um die Frage, ob die erforderliche Fähigkeit noch vorhanden ist und ob damit verbundene Tätigkeiten ausgeübt werden können (selbständig, teilweise selbständig oder nur unselbständig)

Leistungen der Pflegeversicherung erhalten Sie nur nach Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse!

 

Pflegegrad

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen ermittelt anahnd eines pflegefachlich begründeten Begutachtungsinstruments den jeweiligen Pflegegrad.

Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung
Bei pflegebedürftigen Kindern bis zum 18. Lebensjahr wird der Pflegegrad durch einen Vergleich der Beeinträchtigungen ihrer Selbständigkeit und ihrer Fähigkeitsstörungen ermittelt.

Sie haben die Wahl:

Sie können je nach Ihrer persönlichen Situation zwischen verschiedenen Leistungsarten auswählen:

  • Sie oder die eingetragene Pflegeperson führen die Pflege selber durch, dann erhalten Sie Pflegegeld.
  • Sie wählen die Pflegesachleistung, wenn Sie alle Leistungen in voller Höhe von einem Pflegedienst erbringen lassen. Der Pflegedienst rechnet direkt mit der Kasse ab, es wird kein Pflegegeld ausgezahlt.
  • Sie wählen eine Kombinationsleistung aus Pflegesachleistung und Pflegegeld und bestimmen selbst, in welcher Höhe Sie Sachleistungen von einem Pflegedienst abrufen. Sie bekommen nach Abrechnung des Pflegedienstes mit der Kasse den restlichen Pflegegeldbetrag anteilmäßig von Ihrer Krankenkasse ausgezahlt.

Das Pflegegeld wird an die Person überwiesen, die hilfebedürftig ist. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Entscheidungsfreiheit, über die Form der Pflege beim Betroffenen gewahrt bleibt.

 

Zusätzliche Leistungen der Pflegeversicherung

Zusätzlich zur Pflegegeld- und Pflegesachleistung bietet die Pflegeversicherung weitere Leistungen an:
Verhinderungspflege

Sie sind seit mindestens einem halben Jahr eingetragene Pflegeperson, dann zahlt die Pflegekasse die sogenannte "Verhinderungspflege".
Die Verhinderungspflege kann wochen-, tage- und sogar stundenweise in Anspruch genommen werden.
Tagespflege (teilstationäre Versorung)
Tagsüber können hilfebedürftige Menschen bis zu acht Stunden täglich in einer Tagespflegeeinrichtung verbringen.
Entlastungsbetrag
Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Für diesen Betrag können, bei anerkannten Anbietern folgende Leistungen in Anspruch genommen werden:

  • Leistungen der Tagespflege,
  • Leistungen der ambulanten Pflege und Betreuung 
    (Bei Pflegegraden 2 bis 5 jedoch nicht für die Leistung der körperbezogenen Pflegemaßnahmen)

Werden die Leistung innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres nicht komplett in Anspruch genommen,  kann der nicht verbrauchte Betrag wie bisher in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden.
Leistungen bei Nacht-, Kurzzeit-, und Heimpflege sowie in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel
Bei Pflegehilfsmittel wird zwischen technischen Hilfsmitteln (Pflegebett, Lagerungshilfen, Badewannenlift usw.) und Verbrauchsprodukten (Einmalhandschuhe, Betteinlagen usw.) unterschieden.
Zuschüsse zu Maßnahmen der Wohnungsanpassung

Kostenübernahme für Hausnotrufsysteme

Pflegekurse für Pflegepersonen

Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung für Pflegepersonen

Gesetzliche Unfallversicherung für Pflegepersonen

Pflegebegutachtungsbesuche für Pflegegeldempfänger
 

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Diakoniestation38 - von Mensch zu Mensch